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Grenke Leasing kaufen 17.09.2002
Performaxx-Anlegerbrief
Die Experten von "Performaxx-Anlegerbrief" bewerten die Grenke Leasing-Aktie (WKN 586590) mit "kaufen".
Das Leasing-Geschäft profitiere in dem Maße, wie sich IT-Unternehmen vor kostspieligen Anschaffungen drücken wollten. Neben der Comtrade AG, die seit der letzten Empfehlung doch endlich 15% habe zulegen können, sehe auch das Geschäft von Grenke Leasing stabil aus. Ein niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10 bis 15 spreche für sich.
Grenke Leasing "vermiete" IT-Gerätschaften. Seitdem bei Unternehmen das Geld nicht mehr ganz so locker sitze - und das dürfte wohl noch eine Weile anhalten - erlebe das Leasing-Geschäft einen ungeheuren Boom. Speziell Kleinaufträge bis zu einem Wert von ca. 25.000 Euro seien besonders gefragt. Im derzeitigen Umfeld griffen deshalb viele IT-Spezialisten auf das Leasing-Geschäft zurück, anstatt hohe Kredite für Neuausrüstungen aufzunehmen.
Das rasche Veralten des Equipments sei ein weiteres Argument, sich die Gegenstände nur zu mieten und dann zurückzugeben. Und was mache dann der "Vermieter" mit den ins Alter gekommenen Gerätschaften? Diese würden dann weiter verwertet, etwa an Unternehmen, die nicht zwangsläufig auf die allerneueste Ausrüstung angewiesen seien. Comtrade beispielsweise verwerte ältere Geräte vorzugsweise im osteuropäischen Raum.
Die Halbjahreszahlen von Grenke Leasing hätten entsprechend gut aus gesehen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum hätten die Baden-Badener das Geschäft mit Neuverträgen um 24% gesteigert. Das Ziel des Managements um Wolfgang Grenke liege im laufenden Jahr bei 20%. Das operative Ergebnis vor Steuern habe sich um 19% auf 11 Mio. Euro gesteigert. Dies entspreche einem Periodenüberschuss von 49 Cent pro Aktie für die erste Halbzeit dieses Jahres.
Weil die Erwartungen etwas höher gelegen hätten, seien die Papiere schließlich unter Druck geraten. Der Performaxx-Anlegerbrief bleibt angesichts der vorliegenden Daten etwas vorsichtiger und rechnet mit einem Wachstum im laufenden Jahr von unter 20% beim Ertrag. Nichtsdestotrotz habe Grenke auf der Telefonkonferenz die avisierten Wachstumsziele für dieses Jahr untermauert. Demnach solle der Nettoüberschuss um 30% steigen, was das Ergebnis auf 1,16 Euro je Anteil brächte, nach 0,89 Euro im Jahr 2001. Ließe sich das tatsächlich realisieren, bedeute das auch für Grenke ein KGV von etwa 10. Das sei derselbe Wert, den man für die Hamburger Comtrade ermittelt hätten.
Das Ziel von Grenke sei nicht weniger als die europäische Marktführerschaft. Mit zusätzlichen Dependancen sowohl in Skandinavien als auch im Vereinigten Königreich tue Grenke Leasing einen Schritte in genau diese Richtung. Das Auslandsgeschäft habe zuletzt zwischen 25 und 30% betragen, Tendenz steigend, die Zahl der Auslandsniederlassungen habe bei 10 gelegen. In Deutschland könne Grenke beim Verleasen von PCs und Hardware-Equipment bereits auf einen Marktanteil von über einem Drittel verweisen, im französischen Nachbarland zähle man bereits zu den führenden Akteuren auf dem Markt. Kooperationen mit Hewlett-Packard und Dell - also den Nummern 1 und 2 der PC-Branche - steuerten ihren Anteil zu den Expansionsplänen bei.
Da ein Ende der angesprochenen Entwicklung derzeit nicht zu erkennen sei, sollten Unternehmen wie Grenke Leasing oder Comtrade von dieser Tendenz weiter profitieren können. Mit einem dreimal so hohen Umsatz sei Grenke das weitaus gestandenere Unternehmen.
Angesichts der niedrigen Bewertung (KGV von 10 auf Basis der 2002er Schätzungen) empfehlen die Experten von "Performaxx-Anlegerbrief" die Grenke-Papiere zum Kauf.
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